Ja, das ist ein richtiger Grund wieder in den Blog einzusteigen. Glücklich und zufrieden lässt sich auf meinen gestrigen ersten Wettkampf zurückblicken. Durch eine Trainingsrunde am Freitag kam ich mit BBBaschtl ins Gespräch, weil er sich schon als Kameramann am Pfarralpkönig Rennen angemeldet hatte. Da es natürlich super ist jemanden zu kennen der an einem Wettkampf teilnimmt und sich daran anschließen kann gemeinsam am Start zu stehen, entschloss ich mich einen Tag vorher an diesem Rennen anzumelden. So rollten wir Freitags noch “gemütlich” mit dem RR Rum. Samstag war dann eigentlich erhofft, nach früh Nebel Sonnenschein zu haben, dieser blieb aber aus. So rollten wir (BBBaschtl von KE aus) über Buchenberg zusammen nach Missen, holten unsere Startnummer (meine erste YIPPI) und inspizierten vorab schon einmal den ersten ca. 2km langen Teer anstieg und die darauf folgende erste Waldabfahrt mit Laub und extremer Rutschgefahr. Zurück am Start hieß es noch gut eine Std. warten. Start 13:30 Uhr Baschtl machte sich nochmals auf mit einem Logwin Kollege den ersten Anstieg zu befahren und hatte schon vor dem Start gut 1000hm in den Beinen.
Langsam Stieg der Adrenalinspiegel an…
durch die Start durchsagen kam hervor das es heuer eine Rekordbeteiligung mit 150 Startern war (50 in meiner Altersklasse).
Kurz vor halb zwei tummelten sich alle Renner am Start. Ich und Baschtl hielten uns im hinteren Mittelfeld auf. Nachdem die letzten störenden Autos weggefahren waren hieß es 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 START
Gleich zu Beginn hielt das Spitzenfeld voll ends in die Pedale und man fuhr prompt mit ca. 40 Sachen in den ersten Anstieg und kam hier schon gefühlt im Spitzenbereich an. da ich mir mein Tempo zurechtgelegt hatte und mir gesagt habe: “ruhig Kurbeln, Trittfrequenz finden dann kommste nach oben…”
So war es dann auch, durch Konstante fahrweise konnte ich einer kleinen 5 Mann Gruppe folgen und mit dieser an einige Fahrer aufschließen.
Nach dem ersten Anstieg begann eigentlich eine scheinbar Harmlose Straßen Abfahrt die sich aber schon in der ersten Kurve für einen in unserer kleinen Gruppe als teuflisch herausstellte und dieser schwupps über den Zaun nach außen segelte..
Kurzer schock Blick von uns vieren nach Hinten und weiter gings (er stand gleich wieder auf)
geschlossen fuhren wir in die erste gefährlich Laub/Wald abfahrt ein und beherrschten uns hier alles schon auf eine Karte zu setzen, ich kam sicher kontrolliert und sogar relativ schnell durch, um ein wenig Tempo in den gegen Hang mit zu nehmen. Ab dort schaltete der Kopf ab und es arbeiteten nur noch Lunge/Beine/und alle anderen Körperteile die für eine möglichst schnelles vorankommen zuständig waren.
So konnte ich mich langsam aber sicher von der 4 Mann starken Truppe absetzen und immer wieder an Fahrer aufschließen und bei einigen Waldstücken und kleineren Abfahrten Boden gut machen.
Da ein kleiner Streckabschnitt zur Schiebepassage (steil) wurde kochten die Beine doppelt, deshalb hieß es so schnell wie möglich wieder Trittfinden und weiter.
ca. 3km hatte ich dann ein wenig Luft zu den hinteren Fahrern um mich auf zwei fordere zu Fokussieren, da ich die letzten 700m noch von einer erst Befahrung vor einigen Monaten kannte, den Rest bisher aber nicht, wusste ich dass es in dem Zustand nochmal hart wird um einen kleinen Schlussantritt zu setzen. Durch die Wetterlage vor dem Ziel (absoluter Nebel) war die Alpe auch von weitem nicht ersichtlich. Als es dann kurz vor dem bekannten Streckenabschnitt noch einmal kurz nach oben ging holte ich aus um den an meiner Seite fahrenden zu überholen und kurz darauf noch einmal hoch zuschalten um den ca. 30m vor mir fahrenden auch noch zu schnupfen. So bog ich mit Schwung auf die letzten 10m Wiesen Anstieg ein und konnte mit letzter Kraft noch über das fiese Holzbrett zur Zieleinfahrt (steil) in die Pfarralpe ins Ziel einfahren. YEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEES nach einem kurzen langen Schrei war erst mal 20 Sekunden am Boden liegen angesagt um wieder klar zukommen, danach noch ein Getränk von den fleißigen Helferinnen geholt und da kam auch schon Baschtl ins Ziel.
Nach Verschnaufpause und Brotzeit (im Startgeld incl.) wurde es draußen dann doch zu frisch und man verzog sich in den Kuhstall wo geheitzt wurde und man wartete auf die Siegerehrung.
Für die Nachhause fahrt hatte Baschtl zum Glück noch eine Windjacke dabei die meine Rettung war !!!! DANKE dafür nochmal !!
Fazit: Klasse Organisation und überaus stolz meinen ersten MTB Wettkampf bestritten zu haben !!!!
Ergebnisse: Ich 26. von 47 meiner AK in 0:59:10 / Baschtl 19. von 37 seiner AK in 1:01:11
Hier noch ein Link von BBBaschtl-Bike-Blog über sein Rennen mit einem sehenswerten Video !! http://bbbaschtl.wordpress.com/
Kette rechts !

Im Ziel !

Belohnung nach dem Wettkampf